Umweltbildung zu Zeiten des Lockdowns

Ranger der Sekundarschule Borchen auch während der Schulschließung aktiv

Wie an allen Schulen des Landes wurde auch der Unterricht an der Borchener Schule an der Altenau durch die Pandemie gehörig durcheinandergebracht. Unterricht nach Plan, Wechselunterricht, Distanzunterricht, verschärfte Hygieneregeln – die Arbeit in der Schule ist seit einem Jahr für alle Beteiligten eine Herausforderung. Trotzdem ist es der Schule gelungen, weiterhin erfolgreich ihre Aufgaben zu erfüllen. Das Fach Abenteuer Natur ist nur ein Beispiel dafür.

Durch ihr Engagement im Natur- und Umweltschutz im Rahmen des Faches Abenteuer Natur hat die Sekundarschule Borchen zahlreiche Verpflichtungen übernommen, denen trotz der mehrfachen Schulschließungen weiterhin nachgekommen werden konnte. So hat die Schule von ihrem Kooperationspartner Wald und Holz NRW im Bereich des Forsthauses Gellinghausen seit vielen Jahren rund 3 ha Streuobstwiesenflächen gepachtet, auf denen regelmäßig Landschaftspflegearbeiten durchzuführen sind. Gerade im Winter gehört dazu der Schnitt der zahlreichen Feldhecken. Durch die Corona-Pandemie war auch hier der Fortgang der Arbeiten erheblich gestört, jedoch ist es gelungen, mit nur vier Schülerinnen und Schülern aus dem Fach Abenteuer Natur, die während des Distanzunterrichtes das Betreuungsangebot der Schule angenommen haben, rund hundert laufende Meter Feldhecke auf den Stock zu setzen. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von zwei Studentinnen der Universität Paderborn, die im Rahmen ihres Eignungs- und Orientierungspraktikums das Themenfeld der Outdoor Education an der Sekundarschule kennengelernt haben.

Eine Waldmaus ist in einen Nistkasten eingzogen

Ebenfalls seit einigen Jahren gehört die Artenerfassung im Bereich des Schulwaldes Ritterholz zu den festen Aufgaben des Faches Abenteuer Natur. So wird seit 2018 regelmäßig überprüft, ob die zur Familie der Bilche gehörende Haselmaus auf Borchener Gebiet ansässig ist. Hierzu sind an verschiedenen Stellen im Revier Gellinghausen Nistkästen aufgehängt, die immer zum Ende des Winters von den Schülerinnen und Schülern des Faches Abenteuer Natur auf Spuren ihrer Bewohner untersucht werden.

Ein Haselmausnistkasten wird überprüft

Auch diese Maßnahmen konnten trotz des Lockdowns mit dem damit verbundenen Distanzunterricht erfolgreich abgeschlossen werden. Das Geschwisterpaar Charly und Kathy Rüggeberg, beide in der Jahrgangsstufe 8 im Ergänzungsunterricht Ranger aktiv, führte die Kontrolle der Nistkästen im Rahmen des Betreuungsunterrichtes durch. Dabei konnten sie zwar nachweisen, dass die Kästen sehr gerne als Behausung von einigen Arten angenommen worden waren, jedoch handelte es sich dabei um Waldmäuse und Blaumeisen. Spuren der Haselmaus konnten auch in diesem Jahr nicht nachgewiesen werden.

Charly und Kathy leisteten während des Distanzunterrichtes wertvolle Arbeit

Trotzdem gilt allen Beteiligten der Dank dafür, dass sie selbst in diesen schwierigen Zeiten ihrem Engagement für den Naturschutz in Borchen nachgekommen sind. Und auch die Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht wurden eingebunden – auf der schuleigenen Lernplattform galt es online Aufgaben zu den gleichen Themenschwerpunkten zu lösen, damit so ein nahtloser Übergang in den Präsenzunterricht möglich wurde.