Verspätete Hecken

Arbeiten im Zen-Garten der Sekundarschule verzögern sich durch die Pandemie 

Vor rund einem Jahr begannen die Schülerinnen und Schüler der Schule an der Altenau damit, im Bereich ihres Schulgartens einen Zen-Garten anzulegen. In einem schulinternen Wettbewerb wurde der beste Entwurf gekürt und anschließend in einem mehrtägigen Praxisprojekt vornehmlich mit den heutigen Klassen der Jahrgangsstufe 9 umgesetzt. In diesem Frühjahr nun sollte der zweite Schritt folgen: die Pflanzung einer Hecke als Begrenzung der Zen-Gartenfläche gegen das übrige Gartenareal.

Die Arbeiten zur Weitergestaltung des Zen-Gartens begannen bereits im zeitigen Frühjahr dieses Jahres und wurden vornehmlich von den Schülern der Ergänzungsgruppe Ranger aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 ausgeführt. Zunächst wurde damit begonnen, den Zen-Garten nach drei Seiten hin mit einem Wall zu begrenzen. Hierzu wurden mit Schubkarren und Schaufeln große Mengen Mutterboden bewegt, die zu einem Erdwall aufgeschüttet wurden. Befestigt gegen Abrutschen wurde dieser Wall einerseits mit Natursteinen, die der Schule vom Bauhof der Gemeinde Borchen zur Verfügung gestellt wurden sowie andererseits mit Stämmen aus Robinienholz aus dem Schulwald.

Kurz vor Fertigstellung der wichtigsten Erdarbeiten wurde aber auch dieses Projekt von der Pandemie-Welle erfasst und musste mit der allgemeinen Schließung der Schulen eingestellt werden. So ruhte der Betrieb auf der Baustelle seit dem 16. März und konnte nur unter großen Schwierigkeiten fortgesetzt werden. Zunächst war für einen langen Zeitraum unklar, wie und ob überhaupt weiterhin Schüler die Arbeiten im Schulgarten wiederaufnehmen dürfen und so konnten wesentliche Restarbeiten nur von Hausmeister Lothar Thronberens sowie Lehrer Volker Wascher durchgeführt werden. Auch die dringend notwendigen Pflanzarbeiten verzögerten sich erheblich, weil selbst bei den Baumschulen die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren waren und es zu erheblich längeren Lieferzeiten kam.

Erst Ende Mai konnten schließlich die georderten Pflanzen geliefert werden, so dass dann direkt nach Pfingsten Teile des Wallbereiches fertiggestellt werden konnten. Sehr zur Freude der Schüler der Ergänzungsgruppe Ranger aus der Jahrgangsstufe 9 durften auch sie wieder an den Arbeiten beteiligt werden, wenn auch aufgrund der Hygieneregeln leider nicht in kompletter Zahl. Nun bildet eine Eibenhecke einen harmonischen Abschluss des Zen-Gartens in Richtung Osten.

Aktiv waren aber auch die Gartenbauschülerinnen und –schüler von Lehrerin Lena Marsh. Ebenfalls unter Wahrung aller gebotenen Schutzmaßnahmen haben sie Unkraut gejätet, die Gartenhütte sauber gehalten und sich um die Pflege des Hochbeetes und der Kräuterschnecke gekümmert. Genauso wie die Ranger aus der Jahrgangsstufe 9 waren sie froh, einige zusätzliche Tage in der Schule verbringen zu dürfen.