Weihbischof Hubert Berenbrinker an der Sekundarschule

Altenauschüler empfangen hohen Besuch im Religionsunterricht

Eine bedeutende Persönlichkeit konnte Schulleiter Jörg Wenzel an der Borchener Sekundarschule begrüßen. Weihbischof Hubert Berenbrinker stattete den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 einen Besuch im katholischen Religionsunterricht ab. Dabei erhielten die Jugendlichen Gelegenheit, spannende Diskussionen mit dem Weihbischof zu führen.

Eine der Aufgaben der Kommission für Erziehung und Schule des Erzbistums Paderborn ist es, auch in den Religionsunterricht nicht-katholischer öffentlicher Schulen einen Einblick zu gewinnen. Und so war das Besuchsziel von Weihbischof Hubert Berenbrinker und Roland Gottwald, dem Leiter der Kommission, die Schule an der Altenau in Borchen. In einem Gespräch mit Schulleiter Jörg Wenzel und den beiden katholischen Religionslehrerinnen Lisa Peters und Adele Tietz standen zunächst allgemeine Fragen des Religionsunterrichtes im Vordergrund. Dabei überzeugte die geringe Zahl von Abmeldungen aus dem katholischen Religionsunterricht sowie die enge Zusammenarbeit mit der Borchener Gemeindereferentin Elisabeth Frewer, die Mitglieder der Kommission von der hervorragenden Arbeit, die an der Sekundarschule im Bereich des Religionsunterrichtes geleistet wird.

In einer abschließenden Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern des katholischen Religionsunterrichtes der Jahrgangsstufe 9 stellte sich Weihbischof Berenbrinker dann den Fragen der Jugendlichen. In angenehmer und wertschätzender Gesprächsatmosphäre gestattete der Weihbischof den Jungen und Mädchen überraschend offene Einblicke in sein tägliches Wirken und Arbeiten. So schilderte er eindrucksvoll, welche negativen Seiten sein Amt auch mitbringen kann und beschrieb beispielhaft am Tode eines Kleinkindes, welches Leid er manchmal erleben und begleiten muss. Gleichzeitig ist für ihn die Zusammenarbeit mit Menschen und die Nähe zu ihnen eine der positivsten Seiten seiner Arbeit.

Anschaulich beschrieb Weihbischof Berenbrinkerer den unschätzbaren Wert, den die Schöpfung für uns Menschen bedeutet und berichtete von seinen Eindrücken auf einer Reise in die Antarktis.

Eine überraschende Offenheit zeigte der Weihbischof den Jugendlichen gegenüber in der Frage des Zölibats, die für die Schülerinnen und Schüler durchaus von großer Wichtigkeit war: Er könne sich vorstellen, dass die Entscheidung für ein Leben nach den Regeln des Zölibats jedem Geistlichen selbst überlassen bleibe, so der Weihbischof.