Haselmausmonotoring auf dem Gebiet der Gemeinde Borchen

Altenau-Ranger der Sekundarschule können erste Ergebnisse liefern

Seit über einem Jahr sind nun die Nistkästen für die Untersuchung des Haselmausbestandes an verschiedenen Stellen des Schulwaldes Ritterholz angebracht. In Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt Hochstift und der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Paderborn untersuchen dort die Schüler des Rangerprojektes der Schule an der Altenau den Bestand an Haselmäusen in den heimischen Wäldern.

Altenau-Ranger der Jahrgangsstufe 10 bei der Biotopuntersuchung

Die Haselmaus, ein Mitglied der Familie der Bilche, zählt laut Bundesnaturschutzgesetz zu den streng geschützten Arten unter den Wildtieren. Nach wie vor aber liegen keine verlässlichen Zahlen über den Bestand dieser Tiere in Deutschland vor. Und so wurde im vergangenen Frühjahr auch im Schulwald Ritterholz damit begonnen, den Bestand an Haselmäusen systematisch zu erfassen. Dabei wurden die Standorte für die auszubringenden Nistkästen nach genau festgelegten Vorgaben bevorzugt in Waldrandlage ausgesucht. Eine erste Auswertung des jüngsten Beobachtungszeitraumes vom März 2018 bis zum März 2019 hat nun fe

Kartierungsarbeiten gehören zum Alltag eines Rangers

stgestellt, dass die Waldrandlagen des Borchener Ritterholzes und Schillerholzes scheinbar nicht zu den bevorzugten Lebensräumen der Haselmaus zählen. An den Beobachtungsstellen konnten lediglich Nachweise für Waldmäuse und Siebenschläfer erbracht werden.

Jan Plöger und Timo Rex hängen einen Nistkasten an seinem neuen Standort auf

Dementsprechend war es jetzt Aufgabe der Altenau-Ranger der Jahrgangsstufe 10 anhand einer sorgfältigen Biotopuntersuchung festzustellen, an welchen Stellen des Schulwaldrevieres sonstige potentielle Bereiche einer Haselmauspopulation liegen könnten. Dabei wurde das aktuelle Untersuchungsgebiet insbesondere um den Talbereich der Altenau erweitert.

Nistkasten Nummer 4 wurde von Siebenschläfern genutzt

Nach einer exakten Kartierung der möglichen Lebensräume machten sich die Altenau-Ranger anschließend daran, die Nistkästen nach einer vorherigen Säuberung an ihren neuen Standorten anzubringen. Jetzt gilt es abzuwarten, welche Ergebnisse die Auswertung im nächsten Frühjahr liefern wird.