Schulwald Ritterholz Vorbild für andere Schulen

Martinschule Rietberg zur Fortbildung in Borchen

Maßgeschneiderte Lernmodule für die unterschiedlichsten Angebote im Schulalltag zeichnen den Schulwald Ritterholz der Schule an der ALTENAU aus. Diese Möglichkeit ist seit vielen Jahren auch für auswärtige Schulen immer wieder ein Anreiz für einen Besuch in Borchen. Jüngst war daher das Kollegium der Martinschule Rietberg aus dem Kreis Gütersloh zu einer Lehrerfortbildung im Schulwald Ritterholz.

Als sonderpädagogische Schwerpunktschule des Kreises Gütersloh ist die Martinschule Rietberg insbesondere zuständig für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten im Bereich Lernen sowie im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung. Hier gilt es, immer wieder neue Wege für die optimale Förderung von Kindern und Jugendlichen zu finden. Welche Möglichkeiten hierzu der Unterricht an außerschulischen Lernorten bietet, haben jetzt 32 Lehrerinnen und Lehrer der Martinschule im Rahmen einer Fortbildung im Schulwald Ritterholz selbst ausprobieren können.

Zu Beginn der Fortbildung konnte Projektleiter Volker Wascher von der Schule an der Altenau zunächst einen umfangreichen Überblick über die Entstehung und die Schwerpunkte des Schulwaldprojektes an der Sekundarschule in Borchen geben. Er erläuterte anhand von Praxisbeispielen die Verbindung von Erlebnispädagogik, Umweltbildung und Berufsorientierung, durch die der Schulwald Ritterholz geprägt ist. Dabei werden für die unterschiedlichsten Lerngruppen von der Grundschule über das Gymnasium bis hin zu Studierenden breit gefächerte Lernangebote für das Lernen vor Ort eröffnet, die das eigenverantwortliche und forschende Lernen gezielt herausbilden sollen.

Die beiden Altenau-Ranger Jan Kari Huber und Felix Flottmeier erläutern den Bau einer Fachwerkhütte im Schulwald Ritterholz

Dabei stand für die Lehrerinnen und Lehrer der Martinschule besonders im Fokus, welche  Lernmöglichkeiten der Schulwald insbesondere für die Inklusion und die Unterstützung von Förderschülerinnen und – schülern bietet. Die Gäste aus Rietberg konnten in der Praxis selbst erproben, wie man im Bereich Biologie Räuber-Beute-Beziehungen unter Tieren für Kinder und Jugendliche plastisch erfahrbar machen kann, wie durch soziales Training die Teamfähigkeit einer Lerngruppe gesteigert werden kann oder wie man Elemente des Technikunterrichtes draußen anschaulich umsetzen kann.

Altenau-Ranger Felix Flottmeier überprüft die Notunterkünfte der Fortbildungsteilnehmer

Eine wesentliche Besonderheit des Schulwaldprojektes konnten die Lehrerinnen und Lehrer aus Rietberg ebenfalls sofort erkennen: Bei ihren Lerneinheiten in der freien Natur wurden sie eingewiesen und betreut von den Altenau-Rangern aus der Jahrgangsstufe 8 der Schule an der Altenau. Verantwortung für das eigene Handeln entwickeln und das Wissen darüber an andere Besucher des Schulwaldes eigenständig weitergeben ist ein wesentliches Ziel im Schulwald Ritterholz.