Corona / Hygienekonzept

Inhalt

1.   Persönliche Hygiene

2.   Raumhygiene: Klassenräume, Fachräume, Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume,

Lehrerzimmer, Flure

3.   Hygiene im Sanitärbereich

4.   Infektionsschutz in den Pausen

5.   Infektionsschutz beim Sportunterricht

6.   Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Covid -19-Krankheitsverlauf

7.   Wegeführung

8.   Konferenzen und Versammlungen

9.   Meldepflicht

10. Allgemeines

11. Auftreten eines Coronafalles

Vorbemerkung

Nach §36 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) verfügt jede Schule über einen schulischen Hygieneplan, in dem die wichtigsten Eckpunkte nach dem Infektionsschutzgesetz geregelt sind, um durch ein hygienisches Umfeld zur Gesundheit der SuS uns alle an Schule Beteiligten beizutragen.

Der vorliegende Hygieneplan Corona dient als Ergänzung zum aktuellen Hygieneplan.

Alle Beschäftigten der Schulen, der Schulträger, alle SuS sowie alle weiteren regelmäßig an der Schule arbeitenden Personen sind darüber hinaus gehalten, sorgfältig die Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden bzw. des Robert Koch-Institutes zu beachten.

Über die Hygienemaßnahmen sind das Personal, die SuS und die Erziehungsberechtigten auf jeweils geeignete Weise zu unterrichten.

1.   Persönliche Hygiene:

Das Coronavirus Covid-19 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, eine Übertragung möglich.

Wichtigste Maßnahmen

–                         Bei Krankheitszeichen (z.B. Fieber, trockener Husten, Atemproblemen, Verlust von Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen) auf jeden Fall zu Hause bleiben.

–        Mindestens 1,50 m Abstand zu anderen Personen halten.

–        Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren, d.h. nicht an Mund, Nase und Augen fassen.

–        Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.

–        Gründliche Händehygiene (z B. nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen, Haltegriffen etc., vor und nach dem Essen; nach dem Toilettengang oder nach Betreten des Klassenraumes; vor dem Auf- oder Absetzen einer Schutzmaske) durch.

–        A) Händewaschen mit Seife für 20-30 Sekunden (siehe auch

https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/) oder

–        B) Händedesinfektion: Das sachgerechte Desinfizieren der Hände ist dann sinnvoll, wenn ein gründliches Händewaschen nicht möglich ist. Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockenen Hände gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung 30 Sekunden in die Hände einmassiert werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten. (siehe auch www.aktionsauberehaende.de)

–        Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Finger anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.

–        Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein

Einmaltaschentuch gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.

–        Durch einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine textile Barriere (Behelfsmaske)

können Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen oder Husten ausgestoßen werden, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Diese Masken sollten zumindest in den Pausen und bei Gängen zur Toilette getragen werden, wobei die Abstandshaltung nicht verringert werden darf und die gängigen Hygienevorschriften weiterhin einzuhalten sind. Im Unterricht ist das Tragen von Masken freiwillig.

–        Bedarfsgegenstände, wie Gläser, Flaschen zum Trinken, Löffel etc. dürfen nicht gemeinsam genutzt werden.

2.   Raumhygiene: Klassenräume, Fachräume, Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume,

Lehrerzimmer und Flure

Zur Vermeidung der Übertragung von Tröpfcheninfektion muss auch im Schulbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50 m eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Tische in den Klassenräumen entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger SuS pro Klassenraum zugelassen sind als im Normalbetrieb (je nach Raumgröße bis maximal 15 SuS). Ebenso ist beim Zugang zum Raum (auch Treppenhäuser und sonstige Verkehrsflächen ) und zum Sitzplatz, den Belüftungsmöglichkeiten und dem Zugang zu Toiletten und Waschgelegenheiten der vorgegebene Mindestabstand von 1,50 m zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.

Um eine etwaige Nachbefragung bzw. Kontakt- Nachverfolgung zu ermöglichen, hat eine namentliche und nach Sitzplatz bezogene Registrierung zu erfolgen.

In den Räumen ist für Waschgelegenheiten mit Flüssigseifenspendern und ausreichend Einmalhandtüchern zu sorgen und diese regelmäßig aufzufüllen. Entsprechende Auffangbehälter für benutzte Einmalhandtücher und andere kontaminierte Materialien sind vorzuhalten.

Der Zugang zur Händedesinfektion sollte vor Eintritt in den Unterrichtsraum und gegebenenfalls zusätzlich an gut erreichbaren Plätzen im Gebäude wie z.B. auf Fluren ermöglicht werden.

Partner- und Gruppenarbeit sind nicht möglich.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständige Öffnung der Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie keine Luft ausgetauscht wird. Räume, in denen eine Lüftung durch das vollständige Öffnen der Fenster nicht möglich ist, sind für den Unterricht nicht geeignet.

Reinigung

Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durch Oberflächen im öffentlichen Bereich liegen nicht vor. In der Schule steht die Reinigung von Oberflächen, vor allem Handkontaktflächen im Vordergrund. Dies gilt auch für Oberflächen, welchen antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden, da auch hier Sekrete und Verschmutzungen mechanisch entfernt werden sollen.

Eine routinemäßige Flächendesinfektion wird laut RKI in Schulen nicht empfohlen, eine angemessene Reinigung ist völlig ausreichend.

Wird eine Desinfektion als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösung durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion ist aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können. Auch Raumbegasungen sind nicht angezeigt. Zu beachten sind Einwirk-und Benetzungszeit der Desinfektionsmittel. Eine anschließende Grundreinigung ist empfehlenswert.

Folgende Areale sollten besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen täglich gereinigt werden:

–        Türklinken und Griffe (Schubladen und Fenstergriffe) sowie der Umgriff an  Türen

–        Treppen- und Handläufe

–        Lichtschalter

–        Tische, Telefone, Kopierer

–        Alle weiteren Griffbereiche oder Handkontaktflächen wie Computermäuse und
          Zubehör sowie Tastaturen

3.   Hygiene im Sanitärbereich

In allen Toilettenräumen müssen ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt werden. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher sind vorzuhalten.

Damit sich nicht zu viele SuS zeitgleich in den Sanitärräumen aufhalten, muss zumindest in den Pausen durch eine Lehrkraft eine Eingangskontrolle durchgeführt werden. Am Eingang der Toiletten muss durch gut sichtbaren Aushang darauf hingewiesen werden, dass sich in den Toilettenräumen stets nur einzelne SuS aufhalten dürfen.

Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen. Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem ist nach Entfernung der Kontamination mit einem Desinfektionsmittel getränktem Einmaltuch eine prophylaktische Scheuer-Wisch-Desinfektion erforderlich. Dabei sind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen.

Jeder Klasse ist eine feste Toilette zugeordnet.

4.   Infektionsschutz in den Pausen

Auch in den Pausen muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird. Versetzte Pausenzeiten und/oder das Tragen von Masken minimieren das Ansteckungsrisiko. Aufsichtspflichten müssen in Hinblick auf veränderte Pausensituationen angepasst werden (geöffnete Fenster, körperliche Auseinandersetzungen, „tote“ Ecken…).

Abstand halten gilt auch im Lehrerzimmer und in den Verwaltungsräumen.

5.   Infektionsschutz beim Sportunterricht

Sportunterricht kann nur angepasst an den Infektionsschutz stattfinden.

6.   Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Covid- 19 –

Krankheitsverlauf

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einen schweren Covid-19- Krankheitsverlauf höher. (siehe dazu Hinweise des RKI) Dazu zählen insbesondere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen wie

–        Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems (koronare Herzerkrankungen,

Bluthochdruck)

–        Erkrankungen der Lunge (COPD, Asthma bronchiale)

–        Chronische Lebererkrankungen

–        Nierenerkrankungen

–        Diabetes mellitus

–        Onkologische Erkrankungen

–        Geschwächtes Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer

Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen oder herabsetzen können, wie z.B. Cortison).

Diese Personengruppen sollten daher vorerst nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden.

Dasselbe gilt für LuL, die pflegebedürftige Angehörige mit Vorerkrankungen im häuslichen Umfeld betreuen.

Für Schwangere ist ein Beschäftigungsverbot auszusprechen.

Personen über 60 Jahre können aufgrund ärztlichen Attest unterichtsbefreit werden.

Bei einer Schwerbehinderung ohne Vorerkrankung und vor Vollendung des 60. Lebensjahres ist ein Einsatz möglich.

SuS, die unter einer oder mehreren Vorerkrankungen leiden, wird empfohlen zu Hause zu bleiben. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwister) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben.

7.   Wegeführung

Es ist darauf zu achten, dass nicht alle SuS gleichzeitig über die Gänge und durch die Ein- und Ausgänge zu den Klassenzimmern und auf die Schulhöfe gelangen. Die Wegeführung ist in den Gebäuden entsprechend gegeben.

8.   Konferenzen und Versammlungen

Konferenzen müssen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Dabei ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes zu achten. Eine Gesamtkonferenz mit allen LuL ist zurzeit nicht vorgesehen. Digitale Wege werden genutzt.

9.   Meldepflicht

Aufgrund der Coronavirus- Meldepflichtverordnung i.V. m.§8 und §36 des Infektionsschutzgesetzes ist sowohl der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von Covid-19- Fällen in Schulen dem Gesundheitsamt und dem Schulamt, sowie der Gemeinde Borchen zu melden.

10. Allgemeines

Der Hygieneplan ist dem Gesundheitsamt und dem Schulträger zur Kenntnis zu geben.

11. Auftreten eines Coronafalles

Sollte die Situation auftreten, bzw. sich der Verdacht erhärten oder Wahrnehmungen vorherrschen, die das Vorfinden eines Coronafalles sichtbar werden lassen, so regelt die angepasste Verordnung im Notfallordner „Umgang mit Corona“ die weitere Vorgehensweise. Die Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt, der Gemeinde Borchen und aller weiteren nötigen Einrichtungen ist sicherzustellen.