Spendenübergabe Afrika-Projekt

Kinder helfen Kindern

 

Den eigenen Blickwinkel erweitern, das Leben in anderen Kulturen kennen und verstehen lernen – dies war das Ziel der Projektwoche „Afrika“ am Grundschulverbund Nordborchen-Alfen.

Die Kinder erfuhren und erlebten in 18 Projektgruppen viel über den Alltag und die kulturelle Vielfalt der Menschen in Ostafrika, insbesondere in den Ländern Kenia und Tansania. Es wurde getanzt, gesungen und getrommelt. Es wurden afrikanische Bilder gemalt, Geschichten vorgelesen, afrikanische Tiere kennengelernt, Trommeln gebastelt und Schmuck hergestellt. Auf diese Weise tauchten die Kinder ein wenig in die Lebenswelt des afrikanischen Kontinents ein.

Reiseberichte zeigten jedoch auch die Probleme auf, die in diesen Ländern herrschen. Schwester Damian vom Missionsorden „Vom Kostbaren Blut“, aus Neuenbeken, berichtete von ihren Beobachtungen in Kenias Hauptstadt Nairobi. Viele Kinder dort leben in Slums, haben wenig zu essen, schnüffeln Klebstoff und haben ohne Schulbildung keine Möglichkeit aus dieser Situation zu entfliehen. Das Straßenkinderprojekt des Ordens, in dem die Schwester jahrelang arbeitete, ermöglicht es den Kindern ein Mittagessen zu bekommen und eine Schule zu besuchen, um so eine Perspektive für die Zukunft zu haben.

Dieses Straßenkinderprojekt wollten die Kinder des GSV Nordborchen-Alfen unterstützen. Beim Sponsorenlauf am letzten Tag der Projektwoche erliefen die Kinder des GSV für die Straßenkinder in Nairobi einen Betrag von 6379, 19 €, den der Missionsorden nun für seine Arbeit vor Ort nutzen kann.

„So viel Unterstützung, das hat mich jetzt überrascht und begeistert. Ein herzliches Dankeschön“, sagte Schwester Damian bei der symbolischen Scheckübergabe im Rahmen der Schulmesse am Ende des Schuljahres.

„Besonders positiv ist, dass wir mit diesem Projekt die Möglichkeit einer längerfristigen Verbindung eröffnen, so dass die Kinder immer wieder etwas von den Straßenkindern hören und langfristig hoffentlich erfahren, dass wir alle gemeinsam auf dieser Erde leben, uns gegenseitig unterstützen können und so an einer guten Zukunft mitgestalten können!“, sagt Schulleiter Christian Jakob, der sich über den tollen Verlauf der Projektwoche freut.